Begründung von Wohnungseigentum

 

Wohnungseigentum entsteht entweder durch die vertragliche Einräumung von Sondereigentum im Wege eines Teilungsvertrages oder durch Teilung im Wege einer Teilungserklärung.

 

Begründung durch Teilungsvertrag

Die Miteigentümer eines Grundstückes können sich durch Vertrag, in Form einer so genannten Teilungsvereinbarung, gegenseitig Sondereigentum an einem auf dem Grundstück befindlichen oder noch zu errichtenden Gebäude einräumen (§ 3 WEG).

 

Begründung durch Teilungserklärung

In der Praxis häufiger ist es jedoch, dass ein Alleineigentümer (z.B. Bauträger) eines Grundstücks Wohnungseigentum begründen will.

 

Der alleinige Eigentümer eines Grundstücks kann durch eine einseitige Teilungserklärung im Wege der Vorratsteilung das Wohnungseigentum aufteilen (§ 8 WEG). Vorratseigentum deshalb, weil die endgültigen Wohnungseigentümer des Sondereigentums zum Zeitpunkt der Teilung noch nicht feststehen. Die Teilungserklärung ist eine einseitige Erklärung des Grundstückseigentümers gegenüber dem Grundbuchamt, das Eigentum an dem Grundstück in mit Sondereigentum verbundene Miteigentumsanteile aufzuteilen.

 

Grundbucheintragung

Beiden Begründungsarten gleich ist die Notwendigkeit einer Grundbucheintragung, bevor überhaupt Wohnungseigentum entstehen kann (§ 7 WEG). Für jeden Miteigentumsanteil wird dann ein gesondertes Grundbuchblatt angelegt. Auf diesem wird das zum Miteigentumsanteil gehörende Sondereigentum eingetragen. Mit der Eintragungsbewilligung sind dem Grundbuchamt ein Aufteilungsplan und eine Abgeschlossenheitsbescheinigung zu übergeben.