Inhalt des Mietvertrages

Ein Mietvertrag muss einen Mindestinhalt aufweisen. In dem Mietvertrag müssen zumindest die Vertragsparteien, die konkrete Wohnung, die Höhe der Miete und der Beginn des Mietverhältnisses geregelt sein.

 

Form des Mietvertrages

Der Abschluss eines Mietvertrages ist grundsätzlich formfrei, dass heißt er kann auch mündlich abgeschlossen werden. Eine Ausnahme gilt lediglich dann, wenn der Mietvertrag befristet werden soll und die Mietdauer mehr als ein Jahr beträgt. Wird in einem solchen Fall der Mietvertrag gleichwohl formlos abgeschlossen, so gilt der Mietvertrag für unbestimmte Zeit (§ 550 BGB).

 

In den meisten Fällen wird der Mietvertrag jedoch schriftlich unter Verwendung eines Formularmietvertrages seitens des Vermieters geschlossen. In einem solchen Fall sind die Regeln für die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der §§ 305 ff. BGB zu beachten.

 

Laufzeit des Mietvertrages

Grundsätzlich ist, soweit nichts anderes vereinbart ist, ein Mietvertag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Er kan nur durch eine Aufhebungsvereinbarung oder durch Kündigung einer der Vetragsparteien beendet werden.

 

Von diesem Grundsatz sind Abweichungen möglich, z.B. dann, wenn der Vermieter ein Befristungsinteresse, z.B. auf Grund eigener Nutzung nach Ablauf der Mietzeit, hat.

 

Ebenso ist es möglich, dass die Vertragsparteien einen Kündigungsverzicht vereinbaren. Im Falle der Vereinbarung eines Kündigungsverzichts in einem Formularmietvertag ist dabei Folgendes zu beachten:

  • Der Kündigungsausschluss muss für beide Parteien gelten, ein Ausschluss nur zu Lasten der Mieterseite wäre unwirksam.
  • Die Ausschlusszeit darf für den Mieter nicht länger sein, als für den Vermieter.
  • Es darf nur das Recht zur ordentlichen Kündigung ausgeschlossen werden, eine außerordentliche Kündigung muss jederzeit möglich sein.
  • Die Dauer des Kündigungsausschlusses darf nicht mehr als 4 Jahre betragen.